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Hundesalon-Preise kalkulieren: Was deine Arbeit wirklich kosten muss

Hundesalon Preise kalkulieren

Die Preise im eigenen Hundesalon festzulegen, gehört zu den wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung. Ein Preis darf nicht einfach nur „ungefähr so hoch wie bei den anderen Salons“ sein. Er muss deine Kosten decken, deine Arbeitszeit bezahlen und genügend Spielraum für Urlaub, Krankheit, Investitionen und Rücklagen lassen.

Wenn du deine Hundesalon-Preise richtig kalkulieren möchtest, musst du deshalb zuerst wissen, was eine Arbeitsstunde in deinem Salon tatsächlich kostet. Erst danach kannst du beurteilen, ob beispielsweise 45, 70 oder 100 Euro für eine Behandlung wirtschaftlich sinnvoll sind.

Das Wichtigste zuerst: Ein guter Hundesalon-Preis entsteht aus deinen tatsächlichen Kosten, deiner verfügbaren Arbeitszeit und einem angemessenen Unternehmerlohn. Die Preise anderer Salons können dir zur Orientierung dienen – sie sollten aber niemals deine einzige Kalkulationsgrundlage sein.

Warum sind zu niedrige Preise für einen Hundesalon gefährlich?

Zu niedrige Preise können dazu führen, dass dein Terminkalender voll ist und du trotzdem zu wenig verdienst. Genau das macht eine falsche Preiskalkulation besonders gefährlich.

Auf den ersten Blick kann ein günstiger Preis sogar attraktiv erscheinen. Du gewinnst möglicherweise schneller Kunden und dein Kalender füllt sich. Wirtschaftlich bringt dir das jedoch wenig, wenn nach Abzug aller Kosten kaum noch Geld übrig bleibt.

Das Problem: Deine verfügbare Arbeitszeit lässt sich nicht beliebig erhöhen.

Wenn du für eine vollständige Fellpflege zwei Stunden benötigst, kannst du diesen Zeitraum nur einmal verkaufen. Ist der Preis dafür zu niedrig angesetzt, kannst du den fehlenden Umsatz später nicht einfach durch unbegrenzt viele zusätzliche Termine ausgleichen.

Was muss der Preis einer Hundepflege alles bezahlen?

Der Preis einer Behandlung muss deutlich mehr finanzieren als Shampoo, Wasser und deine unmittelbare Arbeitszeit am Hund. Von deinen Einnahmen muss letztlich der gesamte Betrieb getragen werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Miete und Nebenkosten,
  • Strom, Wasser und Heizung,
  • Shampoo und Pflegeprodukte,
  • Scheren, Scherköpfe und deren Wartung,
  • Handtücher und Reinigung,
  • Versicherungen,
  • Telefon und Internet,
  • Website und Werbung,
  • Software und Verwaltung,
  • Buchhaltung und Steuerberatung,
  • Reparaturen und Ersatzbeschaffungen,
  • Steuern und Abgaben,
  • Rücklagen
  • und natürlich dein eigenes Einkommen.

Welche Ausgaben bei einer Neugründung auf dich zukommen können, haben wir ausführlicher im Ratgeber zu den Kosten eines eigenen Hundesalons zusammengestellt.

Wie kalkuliere ich meine Hundesalon-Preise?

Am einfachsten beginnst du mit deinen jährlichen Kosten und dem Einkommen, das du mit deinem Salon erzielen möchtest. Anschließend ermittelst du, wie viele Stunden du pro Jahr tatsächlich an Kunden verkaufen kannst.

Daraus lässt sich ein notwendiger Stundenumsatz ableiten.

Vereinfacht kannst du mit folgender Grundidee arbeiten:

Benötigter Jahresumsatz ÷ tatsächlich verkaufbare Arbeitsstunden = notwendiger Umsatz pro Arbeitsstunde

Diese Berechnung ist wesentlich aussagekräftiger als die Frage, was ein anderer Hundesalon für einen bestimmten Hund verlangt.

Schritt 1: Berechne deine betrieblichen Fixkosten

Zunächst solltest du alle Kosten erfassen, die regelmäßig entstehen – unabhängig davon, ob an einem bestimmten Tag zehn Hunde oder überhaupt kein Hund in deinem Salon behandelt werden.

Nehmen wir für ein vereinfachtes Beispiel folgende monatliche Kosten an:

Kostenposition pro Monat
Miete inklusive Nebenkosten 1.000 €
Strom und Wasser 300 €
Versicherungen 100 €
Telefon, Internet und Software 120 €
Werbung und Website 150 €
Buchhaltung und sonstige Verwaltung 180 €
Summe 1.850 €

In diesem vereinfachten Beispiel entstehen bereits 22.200 Euro Fixkosten pro Jahr. Verbrauchsmaterialien, Reparaturen, Steuern, dein persönliches Einkommen und weitere Kosten sind darin noch nicht vollständig enthalten.

Schritt 2: Variable Kosten berücksichtigen

Neben den Fixkosten entstehen Kosten, die unmittelbar mit deinen Behandlungen zusammenhängen oder mit zunehmender Auslastung steigen.

Dazu können gehören:

  • Shampoo und Conditioner,
  • Pflege- und Hygieneprodukte,
  • Desinfektionsmittel,
  • Waschen und Trocknen von Handtüchern,
  • Verschleiß an Scherköpfen und Werkzeugen,
  • Einweghandschuhe und sonstige Verbrauchsmaterialien.

Der einzelne Shampoo-Verbrauch mag bei einem kleinen Hund gering erscheinen. Über Hunderte Behandlungen im Jahr summieren sich solche Beträge jedoch erheblich.

Typischer Kalkulationsfehler: Kleine Ausgaben werden häufig ignoriert, weil sie einzeln kaum ins Gewicht fallen. Für deine Jahreskalkulation zählt aber nicht der Verbrauch bei einem Hund, sondern der Verbrauch bei allen Terminen zusammen.

Schritt 3: Wie viel möchtest du selbst verdienen?

Dein eigener Verdienst ist kein Betrag, der zufällig übrig bleiben sollte. Er gehört von Anfang an in deine Kalkulation.

Überlege deshalb, welches Einkommen dein Hundesalon langfristig für dich erwirtschaften soll. Dabei musst du bedenken, dass eine selbstständige Tätigkeit nicht unmittelbar mit dem Bruttogehalt eines Angestellten vergleichbar ist.

Von deinem erwirtschafteten Geld musst du je nach persönlicher Situation unter anderem Vorsorge, Versicherungen, Steuern und weitere private Verpflichtungen finanzieren.

Außerdem trägst du das wirtschaftliche Risiko des Unternehmens.

Deine Kalkulation sollte deshalb nicht darauf beruhen, dass du dich selbst möglichst billig beschäftigst.

Schritt 4: Rücklagen einplanen

Ein professioneller Hundesalon benötigt Rücklagen. Geräte gehen kaputt, Schermaschinen müssen ersetzt werden und auch größere Anschaffungen werden irgendwann notwendig.

Rücklagen können beispielsweise benötigt werden für:

  • neue Schermaschinen,
  • Reparaturen am Groomingtisch,
  • einen neuen Blower oder Föhn,
  • Renovierungen,
  • technische Geräte,
  • unerwartete Betriebskosten.

Gerade hochwertige Ausstattung für einen Hundesalon kann teuer sein. Wenn du Ersatzbeschaffungen bereits in deine Preise einkalkulierst, bringt dich ein defektes Gerät später weniger schnell in finanzielle Schwierigkeiten.

Schritt 5: Urlaub und Krankheit kosten Arbeitszeit

Ein Jahr hat zwar 52 Wochen, aber du kannst nicht davon ausgehen, dass du tatsächlich 52 Wochen vollständig abrechenbare Termine durchführen wirst.

Du brauchst Urlaub. Feiertage fallen auf Arbeitstage. Du kannst krank werden. Fortbildungen benötigen Zeit. Hinzu kommen organisatorische Aufgaben.

Wenn du beispielsweise mit 46 tatsächlich verfügbaren Arbeitswochen kalkulierst, sieht die Rechnung bereits deutlich anders aus als bei 52 Wochen.

Genau deshalb ist es gefährlich, einfach den gewünschten Jahresumsatz durch 365 Tage zu teilen.

Schritt 6: Nicht jede Arbeitsstunde ist abrechenbar

Dieser Punkt wird bei der Preisgestaltung besonders häufig unterschätzt.

Wenn du acht Stunden im Salon arbeitest, kannst du normalerweise nicht acht Stunden davon direkt an Kunden verkaufen.

Zeit benötigst du auch für:

  • Reinigung und Desinfektion,
  • Vor- und Nachbereitung der Arbeitsplätze,
  • Telefonate,
  • Terminvereinbarungen,
  • Kundenfragen,
  • Einkauf und Bestellungen,
  • Buchhaltung,
  • Social Media und Marketing,
  • Wäsche,
  • Pflege und Wartung deiner Geräte.

Diese Tätigkeiten bezahlen Kunden nicht separat. Trotzdem müssen sie über deine bezahlten Termine finanziert werden.

Ein Beispiel für die Stundenkalkulation

Nehmen wir an, deine gesamte Planung ergibt einen notwendigen Jahresumsatz von 75.000 Euro.

Nach Abzug von Urlaub, Feiertagen und anderen Ausfallzeiten stehen dir 46 Arbeitswochen zur Verfügung. Du arbeitest fünf Tage pro Woche.

Das ergibt:

46 Wochen × 5 Tage = 230 Arbeitstage

Wenn du pro Tag durchschnittlich sechs Stunden tatsächlich abrechnen kannst:

230 Tage × 6 Stunden = 1.380 abrechenbare Stunden

Bei einem benötigten Jahresumsatz von 75.000 Euro ergibt sich daraus:
75.000 € ÷ 1.380 Stunden = rund 54,35 € notwendiger Umsatz pro abrechenbarer Stunde.

Das bedeutet allerdings noch nicht, dass dein endgültiger Verkaufspreis einfach 54,35 Euro pro Stunde betragen sollte. Je nach Kalkulation müssen beispielsweise Umsatzsteuer, weitere variable Kosten, Sicherheitsreserven oder nicht berücksichtigte Ausgaben zusätzlich einbezogen werden.

Das Beispiel zeigt aber sehr deutlich, warum du deinen eigenen Mindestumsatz kennen solltest.

Was bedeutet das für den Preis einer Behandlung?

Wenn du deinen notwendigen Stundenumsatz kennst, kannst du einzelne Leistungen wesentlich besser kalkulieren.

Angenommen, du benötigst für einen Hund inklusive Vorbereitung und Nachbereitung durchschnittlich zwei Stunden. Bei einem kalkulierten Stundenumsatz von 60 Euro müsste dieser Termin zunächst etwa 120 Euro Umsatz erwirtschaften.

Dauert eine andere Behandlung nur 30 Minuten, liegt die rechnerische Grundlage entsprechend niedriger.

Damit wird auch deutlich, warum eine einzige pauschale Preisliste nach Hundegröße problematisch sein kann.

Warum reicht die Hundegröße für die Preisberechnung nicht aus?

Ein kleiner Hund ist nicht automatisch schnell gepflegt und ein großer Hund benötigt nicht zwangsläufig besonders lange. Für deine tatsächliche Arbeitszeit sind mehrere Faktoren entscheidend.

Dazu gehören:

  • Rasse und Felltyp,
  • Größe des Hundes,
  • Fellmenge,
  • Fellzustand,
  • Verfilzungen,
  • gewünschte Leistung,
  • Verhalten des Hundes,
  • Pflegezustand zwischen den Terminen.

Ein regelmäßig gepflegter Hund kann deutlich weniger Zeit benötigen als ein vergleichbares Tier, dessen Fell stark verfilzt ist.

Deshalb arbeiten viele Hundesalons mit Preisangaben wie „ab“ oder nennen einen Preis nach vorheriger Einschätzung des Hundes.

Sollte ein Hundesalon nach Stunden abrechnen?

Eine interne Kalkulation nach Zeit ist sehr sinnvoll. Ob du deinen Kunden anschließend tatsächlich einen Stundenpreis nennst, ist eine andere Frage.

Für Kunden können klar verständliche Leistungspreise angenehmer sein. Intern solltest du trotzdem wissen, welchen Umsatz eine Stunde deiner Arbeitszeit mindestens erwirtschaften muss.

Du kannst beispielsweise mit Grundpreisen für typische Leistungen arbeiten und Zusatzaufwand separat berücksichtigen.

Wichtig ist vor allem, dass deine Preisstruktur transparent ist und Kunden vor der Behandlung möglichst gut einschätzen können, welche Kosten entstehen.

Was mache ich bei stark verfilzten Hunden?

Starke Verfilzungen können den Zeitaufwand einer Behandlung erheblich erhöhen. Diesen zusätzlichen Aufwand solltest du bei deiner Preisgestaltung berücksichtigen.

Wenn eine Behandlung statt der üblichen 90 Minuten plötzlich zweieinhalb Stunden dauert, blockiert der Hund einen großen zusätzlichen Teil deiner verfügbaren Arbeitszeit.

Du solltest deshalb bereits bei der Terminvereinbarung deutlich kommunizieren, dass außergewöhnlicher Mehraufwand den Preis verändern kann.

Dasselbe gilt beispielsweise für sehr unruhige Hunde oder besonders aufwendige Fellzustände.

Warum die Terminplanung direkten Einfluss auf deine Preise hat

Auch eine gute Kalkulation funktioniert nur dann, wenn du deine verfügbare Arbeitszeit sinnvoll nutzt.

Große Lücken zwischen Terminen können den tatsächlichen Stundenumsatz erheblich reduzieren. Wenn zwischen zwei Behandlungen beispielsweise 45 Minuten ungenutzt bleiben, lässt sich diese Zeit häufig nicht mehr verkaufen.

Eine strukturierte Terminplanung für den Hundesalon hilft deshalb nicht nur organisatorisch. Sie hat unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit deines Betriebs.

Das bedeutet allerdings nicht, Termine ohne jeden Puffer direkt aneinanderzureihen. Ein realistischer Zeitpuffer schützt dich davor, dass eine unerwartet lange Behandlung den gesamten Tagesplan durcheinanderbringt.

Preise der Konkurrenz: anschauen oder ignorieren?

Du solltest die Preise anderer Hundesalons kennen, aber nicht blind übernehmen.

Eine Marktanalyse hilft dir dabei einzuschätzen, welches Preisniveau in deiner Region üblich ist. Gleichzeitig können zwei Salons völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben.

Unterschiede gibt es beispielsweise bei:

  • Miete,
  • Ausstattung,
  • Standort,
  • Leistungsumfang,
  • Erfahrung,
  • Terminlänge,
  • Mitarbeitern,
  • Positionierung.

Wenn ein anderer Salon eine Leistung für 55 Euro anbietet, bedeutet das nicht automatisch, dass du mit 55 Euro ebenfalls wirtschaftlich arbeiten kannst.

Eine einfache Regel: Die Konkurrenz zeigt dir, was der Markt anbietet. Deine eigene Kalkulation zeigt dir, welchen Preis dein Unternehmen braucht. Eine tragfähige Preisstrategie muss beide Seiten berücksichtigen.

Sollte ein neuer Hundesalon günstiger starten?

Ein dauerhaft niedriger Einführungspreis ist meistens keine gute Strategie. Du gewöhnst Kunden an ein Preisniveau, das möglicherweise gar nicht wirtschaftlich ist.

Eine zeitlich begrenzte Eröffnungsaktion kann dagegen als Marketingmaßnahme funktionieren, wenn du den regulären Preis von Anfang an klar kommunizierst.

Entscheidend ist, dass du nicht versuchst, fehlende Bekanntheit dauerhaft über niedrige Preise auszugleichen.

Kunden sollen deinen Salon wegen guter Arbeit, zuverlässiger Betreuung und professionellem Service wieder besuchen – nicht ausschließlich, weil du der billigste Anbieter bist.

Wie oft sollte ich meine Preise überprüfen?

Mindestens einmal im Jahr solltest du überprüfen, ob deine Kalkulation noch zu deinen tatsächlichen Kosten passt. Bei deutlichen Kostensteigerungen kann eine frühere Überprüfung sinnvoll sein.

Vergleiche dabei insbesondere:

  • deine tatsächlichen Betriebskosten,
  • deinen durchschnittlichen Umsatz pro Termin,
  • die tatsächliche Behandlungsdauer,
  • deine Auslastung,
  • gestiegene Einkaufspreise,
  • Energie- und Mietkosten,
  • deinen tatsächlichen Unternehmerlohn.

Wenn du feststellst, dass bestimmte Leistungen regelmäßig wesentlich länger dauern als kalkuliert, solltest du auch diese Preise überprüfen.

Preiserhöhungen gehören zu einem normalen Unternehmen

Viele Selbstständige haben Schwierigkeiten damit, bestehende Kunden über eine Preiserhöhung zu informieren. Trotzdem können Preise nicht dauerhaft unverändert bleiben, wenn gleichzeitig Miete, Energie, Produkte und andere Betriebskosten steigen.

Eine nachvollziehbare und rechtzeitig kommunizierte Preisanpassung ist daher ein normaler Bestandteil unternehmerischer Tätigkeit.

Problematischer ist es, jahrelang mit zu niedrigen Preisen zu arbeiten und anschließend eine sehr große Erhöhung auf einmal vornehmen zu müssen.

Regelmäßige kleinere Anpassungen können deshalb sinnvoller sein.

Deine Preiskalkulation gehört in den Businessplan

Wenn du deinen Hundesalon gerade erst gründest, solltest du die Preisberechnung nicht isoliert betrachten. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil deiner gesamten Finanzplanung.

In deinem Businessplan für den Hundesalon führst du Kosten, erwartete Kundenzahlen, Umsätze, Investitionen und deine Preisstrategie zusammen.

Erst dadurch kannst du beurteilen, ob dein geplantes Geschäftsmodell unter realistischen Bedingungen funktioniert.

Beispiel: Warum 10 Euro Preisunterschied viel ausmachen können

Bei einem einzelnen Termin wirken zehn Euro zunächst nicht besonders bedeutend. Über ein gesamtes Jahr kann daraus jedoch ein erheblicher Unterschied entstehen.

Nehmen wir an, du führst durchschnittlich 20 Behandlungen pro Woche durch und arbeitest 46 Wochen im Jahr.

20 Termine × 46 Wochen = 920 Termine pro Jahr

Bei nur 10 Euro Unterschied pro Termin ergibt sich:

920 × 10 € = 9.200 € Umsatzunterschied pro Jahr.

Dieses einfache Beispiel zeigt, warum scheinbar kleine Kalkulationsfehler langfristig große Auswirkungen haben können.

Auch No-Shows und kurzfristige Absagen kosten Geld

Bei deiner wirtschaftlichen Planung solltest du außerdem berücksichtigen, dass nicht jeder reservierte Termin tatsächlich stattfindet.

Wenn ein Kunde kurzfristig absagt oder überhaupt nicht erscheint und du den Termin nicht neu vergeben kannst, bleibt die reservierte Arbeitszeit unbezahlt.

Bei mehreren solchen Ausfällen pro Monat kann dadurch ein beträchtlicher Umsatzverlust entstehen.

Eine zuverlässige Terminverwaltung, klare Regeln für Absagen und rechtzeitige Terminerinnerungen können helfen, solche Ausfälle zu reduzieren.

Deine Zahlen müssen in der Praxis überprüft werden

Eine Kalkulation vor der Eröffnung ist zunächst eine Prognose. Sobald dein Hundesalon läuft, bekommst du echte Daten.

Dann solltest du regelmäßig überprüfen:

  • Wie lange dauern die einzelnen Leistungen tatsächlich?
  • Wie hoch ist der durchschnittliche Umsatz pro Termin?
  • Wie viele Termine fallen aus?
  • Wie hoch ist die tatsächliche Auslastung?
  • Welche Leistungen sind besonders rentabel?
  • Wo entstehen unerwartet hohe Kosten?

Eine gute Kunden- und Hundeverwaltung sowie eine strukturierte Terminverwaltung erleichtern dir später, solche Zusammenhänge zu erkennen.

Fazit: Dein Preis muss deinen Hundesalon tragen

Die richtige Preisgestaltung entscheidet wesentlich darüber, ob dein Hundesalon langfristig wirtschaftlich arbeiten kann. Orientiere dich deshalb nicht ausschließlich an anderen Salons und wähle deine Preise auch nicht nach Gefühl.

Berechne zunächst deine tatsächlichen betrieblichen Kosten. Berücksichtige anschließend dein gewünschtes Einkommen, Rücklagen, Urlaub, Krankheit und die Arbeitszeit, die du nicht direkt an Kunden verkaufen kannst.

Erst wenn du weißt, welchen Umsatz eine abrechenbare Stunde in deinem Hundesalon erwirtschaften muss, kannst du einzelne Leistungen sinnvoll kalkulieren.

Und überprüfe diese Rechnung regelmäßig. Ein Preis, der bei der Eröffnung funktioniert hat, muss drei Jahre später nicht mehr zu deinen Kosten passen.

Du planst gerade deinen eigenen Hundesalon?

Dann solltest du deine Preise nicht getrennt von der restlichen Gründung betrachten. Kosten, Investitionen, Kundenzahl, Termine und Umsatz hängen unmittelbar zusammen.

Zum Businessplan für deinen Hundesalon →